Das ist schon zum geflügelten Wort geworden, wenn ich mal wieder was so richtig versaubeutelt habe: die große Holzplatte kurz vor Fertigstellung nochmal so richtig verschnitten, irgendwas kaputt gemacht oder vergessen oder so. Und so auch diesesmal: der Reisekostendieb (s.u.) rutschte mir vorgestern auf dem Weg zum neu entdeckten Hundeauslaufplatz (Tempelhofer Weg in Schöneberg hinter der Shell-Gestankstelle) beim schnellen Überqueren der Straße aus der Jackentasche…. Sch****! Zum Glück hat die Displayschutzfolie den größten Teil der Kratzer abgefangen, aber auch der runde Knopf unten und die beiden Telefontasten sind verkratzt. So ein Mist!!!! Nagelneu und schon verkratzt! Ich bin so sch****!
Oktern?!?
23. März 2008Oder war’s Pingschten? Emil Steinberger wußte nicht besser, als er für eine Lücke in seinem Kreuzworträtsel einen christlichen Feiertag suchte.
Ich jedenfalls war auch die letzten Tage ein wenig fleißig:
Die Küchenoberschränke hängen, die Arbeitsplatte inkl. Spülbecken ist seit gestern Abend montiert, benötigt nun aber aufgrund diverser neuer Kratzer nochmal eine Behandlung ![]()
Die beiden Gaskochfelder liegen nur lose in ihren Aussparungen, daher steht vorn der Origo Spirituskocher, eine meiner wirklich guten Investitionen in der letzten Zeit (vor einem Jahr bei Fritz Berger von 189 auf 79 Euro reduziert, da mußte ich einfach zuschlagen). Die Gasanlage wird die nächste größere Baustelle.
Björnsche Gemütlichkeit:
Habe nun die vierte Nacht im Wagen verbracht, Pepe auch, der liegt nun vorzugsweise auf meinem Sessel, pardon, seinem Thron, und guckt mich ziemlich feindseilg an, wenn ich ihn mal von dort verbanne, weil ich da auch mal gern sitzen möchte…
Großküche
18. März 2008So, die Korpusse (Korpi?) der Küchenunterschränke sind zugeschnitten und zum Teil montiert. Unten liegen zwecks Abstandhaltung die unteren Böden, die morgen oberhalb des Sockelausschnitts eingeschraubt werden.
Aber: ganz schön groß…. eine 3,30m lange Küche gibt es in manch einem Single-Haushalt nicht. Braucht aber auch ganz schön viel Platz.
Die Zwingen halten eine Festo-Anlegeschiene, mit der ich die Front geradegerückt habe. Problem: beim Einschweißen des Fensterrahmens hat sich die Außenwand leicht nach innen verzogen, zudem ist der Klebstoff, mit der die Holz-Außenwandverkleidungen angebracht wurden, unterhalb des Fensters sehr stark aufgequollen und hat die Wand zusätzlich vorgedrückt. Das ganze führt nun dazu, daß die Schränke an der Einstiegstür nicht mehr an der Wand stehen und dort ein Spalt von gut 1 cm klafft. „Naja, ist halt so.“
Reisekostendieb!
17. März 2008
Dieser hier isses. Der Dieb. Der Reisekostendieb. Wo doch die Reisekasse ohnehin nicht gerade optimal gefüllt ist.
Das Gerätchen, ein MDA, ein mobiler digitaler Assistent (Kaffeekochen steht jedoch nicht in seinem Arbeitsvertrag), ist ein Mini-PC, Kompass, Taschenrechner, 3MP-Digitalkamera, MP3-Player, Radio, UMTS- und HSDPA-Modem, Email-Empfänger- und -Sender, Navigationssystem, Notizbuch, Adressbuch, Wecker, Spielzeug und Gedankenstütze. Achso, ganz nebenbei kann man damit auch noch telefonieren, sogar mit Video, wenn’s denn sein muß und bezahlbar wäre.
Das „alte“ Telefon, der Vorgänger sozusagen, ein Mio DigiWalker A701, eigentlich auch ein nettes Gerät, war leider etwas unpäßlich geworden, der für die Reise wichtige und fast unumgängliche GPS-Empfänger funktioniert seit einiger Zeit nicht mehr. Ansonsten sind sich die Geräte – auch optisch – erstaunlich ähnlich, man könnte fast vermuten, daß es sich hierbei tatsächlich um den technischen Ahnen handelt.
Das Mio hat die ältere Windowsversion (Windows Mobile 5 kontra Windows Mobile 6 Professional), den schnelleren Prozessor (Intel PXA 270 mit 520 MHz statt Qualcomm MSM7200 mit 400 MHz), das größere Gewicht, die kürzere Standby-Zeit, einen gleichwertigen GPS-Empfänger (SIRF III statt QCT, beide superschnell und funktionieren auch in geschlossenen Räumen in Fensternähe), einen kleineren Speicher (64MByte statt 128), eine aufgrund des gegenüber dem Gehäuse versenkt eingebauten Bildschirms schlechtere Bedienung per Finger, eine nicht brauchbare Kamera, kein integriertes UMTS und WLAN (der neue hat beides) und ein grottenschlechtes Telefonsystem (teilweise mehrere Sekunden Reaktionszeit zwischen Anrufannahme und tatsächlichem Gesprächsbeginn, selbiges beim Auflegen). Die Bildschirme sind mit QVGA, also 200×320 Bildpunkten, identisch, der neue ist etwas brillanter.
Das neue Teil hat übrigens mehrere Namen: dieses Gerät ist von O2 und entsprechend „gebranded“, O2 nennt es XDA Orbit 2. Hergestellt wird es von HTC, wo man es unter den Namen Touch Cruise und Polaris anbietet. Es ist jedenfalls sehr gefragt und wird bei ebay reichlich gehandelt.
Endlich neue Bilder
16. März 2008Und dafür mußte ja auch einiges passieren:
- Heizungsrohre und -körper mit Ausnahme des Badezimmers, das noch immer nicht verfugt ist, installiert
- Sitzbank konstruiert und eingebaut, Rückenlehne noch nicht fertig
- Eßtisch montiert (Stützfuß vorn noch sehr provisorisch)
- Sessel montiert ![]()
- Beleuchtungskörper angebaut (Eßtischleuchte noch provisorisch)
- Küchenmöbel begonnen.
Dies alles kann in der Bildergalerie vom 16.03.08 besichtigt werden.
Freie Fahrt mit Mazzepan!
11. März 2008Oder so. Werner war’s. DER Werner. 1990 war’s ungefähr. Und heute auch.
Heute Morgen nämlich stieg ich pünktlich mit zwei Mitstreitern um 7.17 Uhr in eine Regionalbahn, um Brandenburg und Meck-Pomm kennenzulernen. Jedenfalls hat die Bimmelbahn an nahezu jeder Milchkanne gehalten. Überall schöne Bahnhofsgebäude aus der Zeit um 1880, die „nur“ eine kleine Sanierung und eine neue Nutzung benötigen, stehen sie doch samt und sonders leer. Von blühenden Landschaften konnten wir allerdings trotz schönsten Sonnenscheins und ebenso schöner Gegend (und davon reichlich) nichts erblicken. Selbst die bereits nachwendlichen Bahnhofsumbauten waren schon wieder so schäbig, daß die Bahn sich ob der reichlich verwendeten Farbe Türkis schämen sollte.
In Bad Kleinen konnten wir gerade noch ein paar Schüssen ausweichen (nee, Quatsch), ehe wir in einen kleinen Dieseltriebzug (VT628) stiegen, der uns in den funkelnagelneuen Bahnhof Lübeck brachte (die alte Bahnhofshalle aus Kaiserzeiten (oder noch älter?) war komplett demontiert, extern instand gesetzt und kürzlich wieder aufgebaut worden. Ein nettes Kleinod!). Ein Renault Agora (nein, kein französiches Kaninchen mit dickem Fell sondern ein Bustyp, der seine letzten Einsatztage fristet) schaukelte uns schließlich nach Travemünde, wo wir zwei Setra Doppeldeckerbusse (S328DT-L) in Empfang nahmen, die bis Ende letzten Jahres auf der Linie 30 zwischen Lübeck und Travemünde im Einsatz waren und nun durch langweilige Gelenkbusse ersetzt worden waren. Nach Erledigung einiger organisatorischer Dinge, Einnahme des Mittagsmahls (natürlich Labskaus, wann bekommt man den schon sonst?) und dem obligatorischen Einkauf bei DEM Marzipanhersteller Niederegger starteten wir die dicken Achtzylinder (15l Hubraum, 381 PS) und düsten mit lautem Getöse im Verlauf des früheren Einsatzgebiets zur Autobahn und nach Berlin. Und dank Marzipan hatten wir freie Fahrt!
Es werde Licht!
10. März 2008Und es wurde Licht. Oder wie geht das?
Wie angekündigt, habe ich Ingvar Kamprad ein paar Euro überwiesen und dafür eine Decken- und eine Wandleuchte sowie zwei einfache Lattenroste als Gegenleistung erhalten. Die Leuchten wurden dann auch gleich installiert und in Betrieb genommen. Und funktionierten auf Anhieb! Ein paar Heizungsrohre wurden außerdem abgelängt und beim Hören einer mir noch nicht bekannten Episode der Drei ??? installiert.
Irgendwann in Kürze gibt’s dann auch endlich ein paar Fotos, am Wochenende will ich die ersten Nächte in meinem neuen Zuhause verbringen, trotz fehlender Küche und noch nicht fertigem Bad…
9. März 2008
So, die erste Woche ist um und ich habe einiges geschafft, nur nicht, Fotos zu machen…
- die Sitzbank mit Stauraum unter der Sitzfläche und hinter der Rückenlehne is fäädisch…
- der Eßtisch auch,
- drei der sechs Heizkörper stehen bzw. hängen an Ort und Stelle, ebenso ein Teil der Heizungsrohre.
Schön war, daß ich wirklich konzentriert arbeiten konnte, niemand holte mich, wie es in der Vergangenheit an jedem Tag der Woche mehrfach üblich war, von der Arbeit, weil irgendwo ein Sandkorn lag oder eine Schraube fehlte. Andererseits war es auch schwer, abzuschalten. Hier parkte einer doof, da lief ein Motor zu lange, dort wurden die Arbeiten nicht so ausgeführt, wie ich es erwartet hätte. Wirklich egal ist mir das alles immer noch nicht, aber was interessiert’s mich?
Gestern hatte ich nach langer Zeit mal wieder einen Termin zwecks partieller Hauteinfärbung
in Mitte und bin zu dem Zweck aufgrund des Streiks bei unseren Verkehrsbetrieben schon eher und mit der S-Bahn gefahren, am Hackeschen Markt ausgestiegen und habe mich ins Touri-Gewimmel gestürzt. Und war bestürzt. Das war nicht mehr meine Stadt: totrenovierte Häuser, aufgesetzte Stadtentwicklung ohne gewachsene Strukturen, neue Häuserklötze, bei denen man sich fragt, wieso so etwas überhaupt gebaut werden dann und erst recht in einer geschichtsträchtigen Altstadt wie der sogenannten Spandauer Vorstadt. Touristen allerorten, die sicherlich eine Menge Geld in die Stadt spülen (wer kauft sonst schon beim „Tiroler Alpenstandl“ für fast 30 Euro Käse und Wein?), aber den Charme noch zusätzlich reduzieren. Nee, da lobe ich mir Kreuzberg, Tempelhof oder gar Neukölln, da verirren sich nur wenige Touristen hin. Das geht mir ja selbst als Tourist schon genauso, wo ich z.B. in London die City mittlerweile mehr und mehr (aber nicht völlig!) meide und mich eher in den weiter außerhalb liegenden Bezirken herumtreibe.
Morgen wird der schwedische Möbeldiscounter gleich um die Ecke aufgesucht, der mir hoffentlich zwei preiswerte flache Lattenroste und ein paar Leuchten verkauft.
(K)ein besonderer Tag
3. März 2008Irgendwie war heute wieder Samstag…. kein Wecker weckte mich (außer dem vierbeinigen, der sich jeden Morgen direkt neben mir geräuschvoll schüttelt und dabei seine Schlappohren auf den Nachtisch schlägt (und selbigen dabei abräumt), während er mit dem zitternden Schwanz an die Kleiderschranktür trommelt
), kein Büro rief mich. Der erste Tag als „Arbeitsloser“! Ins Büro mußte ich dann doch, meinen in acht Jahren angesammelten Privatkram abholen (immerhin drei große Kartons). Nach dem Essen habe ich endlich Holz gekauft für die Sitzbank am Eßtisch und die Kleiderschrankschiebetüren und habe Pepe an der langen Nase herumgeführt.
Den ganzen Tag über wuchs jedoch die Erkenntnis, daß nun unweigerlich ein neues Leben anbricht. Ein klitzekleines Bißchen Panik gesellte sich dazu, ob der doch recht ungewissen Zukunft, ob der erst jetzt realisierten horrenden Dieselkosten bis in den äußersten Südwesten Europas (über eintausend Euro!).
Den Sessel habe ich Samstach abgeholt, seit heute steht er an seinem zukünftigen Platz (wenn auch vorerst provisorisch). Ganz schön groß, das Ding. Der Kleiderschrank hat heute seine zweite weiße Farbschicht bekommen (natürlich Dekor-Hartwachs), der erste Heizkörper ist montierfertg (kann aber erst nach Einbau der Sitzbank festgeschraubt werden).
Verfasst von paulikxp 

Verfasst von paulikxp 
Verfasst von paulikxp