So, die erste Woche ist um und ich habe einiges geschafft, nur nicht, Fotos zu machen…
- die Sitzbank mit Stauraum unter der Sitzfläche und hinter der Rückenlehne is fäädisch…
- der Eßtisch auch,
- drei der sechs Heizkörper stehen bzw. hängen an Ort und Stelle, ebenso ein Teil der Heizungsrohre.
Schön war, daß ich wirklich konzentriert arbeiten konnte, niemand holte mich, wie es in der Vergangenheit an jedem Tag der Woche mehrfach üblich war, von der Arbeit, weil irgendwo ein Sandkorn lag oder eine Schraube fehlte. Andererseits war es auch schwer, abzuschalten. Hier parkte einer doof, da lief ein Motor zu lange, dort wurden die Arbeiten nicht so ausgeführt, wie ich es erwartet hätte. Wirklich egal ist mir das alles immer noch nicht, aber was interessiert’s mich?
Gestern hatte ich nach langer Zeit mal wieder einen Termin zwecks partieller Hauteinfärbung
in Mitte und bin zu dem Zweck aufgrund des Streiks bei unseren Verkehrsbetrieben schon eher und mit der S-Bahn gefahren, am Hackeschen Markt ausgestiegen und habe mich ins Touri-Gewimmel gestürzt. Und war bestürzt. Das war nicht mehr meine Stadt: totrenovierte Häuser, aufgesetzte Stadtentwicklung ohne gewachsene Strukturen, neue Häuserklötze, bei denen man sich fragt, wieso so etwas überhaupt gebaut werden dann und erst recht in einer geschichtsträchtigen Altstadt wie der sogenannten Spandauer Vorstadt. Touristen allerorten, die sicherlich eine Menge Geld in die Stadt spülen (wer kauft sonst schon beim „Tiroler Alpenstandl“ für fast 30 Euro Käse und Wein?), aber den Charme noch zusätzlich reduzieren. Nee, da lobe ich mir Kreuzberg, Tempelhof oder gar Neukölln, da verirren sich nur wenige Touristen hin. Das geht mir ja selbst als Tourist schon genauso, wo ich z.B. in London die City mittlerweile mehr und mehr (aber nicht völlig!) meide und mich eher in den weiter außerhalb liegenden Bezirken herumtreibe.
Morgen wird der schwedische Möbeldiscounter gleich um die Ecke aufgesucht, der mir hoffentlich zwei preiswerte flache Lattenroste und ein paar Leuchten verkauft.